Die Suchen nach Alternativen

Es ist Anfang August in Oslo. Experten diskutieren, wie der Energie-Mix der Zukunft aussehen könnte. Angesichts versiegender Öl- und Gasfelder, teurer und knapper werdender Rohstoff, der Nachfrage in den Schwellenländern ist es langsam Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Gefragt auf dem Geologiekonkress sind Konzepte zur Gewinnung von Energien und wie man an bisher unentdeckte Ressourcen herankommen könnte.

Dass das Ende der fossilen Brennstoffe näher rückt, darüber sind sich auf dem nunmehr zum 31.sten Mal währenden Konkresses alle einig. Erdöl deckt 38% der weltweiten Energienachfrage, Kohle 25%, Erdgas 23%, erneuerbare Energien 7% und Atomenergie 6%. Wann Erdgas usw. aufgebraucht sein werden, lässt sich nur schwer voraussagen. Schließlich werden immer wieder neue Vorkommen entdeckt, die das zuvor ausgerechnete Versiegen der Quellen nach hinten verschieben.

Das Problem wird nur nach hinten verschoben

Jedenfalls scheint eine Vorsorgungslücke unausweichlich. Wie die verhindert werden kann, weiß noch keiner so recht. Die Solar- und Windenergie sind zum derzeitigen Stand der Technik und Ausbreitung nicht in der Lage, Ausfälle zu kompensieren.
Die nun wieder hoffähig gewordene Atomenerige verdrängt das Problem nur. Die dafür benötigten Rohstoffe werden irgendwann ebenfalls zu neige gehen.

Steigerung des Wirkungsgrades

Je breiter der Energie-Mix ist, desto besser. Außerdem sollte er den örtlichen Gegebenheiten angepasst sein. Wo viel Sonne scheint, sollte Solarenergie selbstverständlich sein. Leider gibt es für alternative Energien noch keine geeigneten Speicher.

Eine Strategie, das Ende der fossilen Brennstoffe hinauszuzögern, ist die Steigerung des Wirkungsgrades. In Bezug auf Kohlekraftwerke sind z.B. die Deutschen führend. Deren nächstes Ziel ist die Erhöhung des Wirkungsgrades auf über 50%. Die Vortrocknung von Braunkohle und eine Heizkesseltemperatur von über 700 Grad sollen dabei helfen.